Klar – Mobbing, also systematisches Ausgrenzen und Schikanieren von Anderen, meist Einzelnen, irgendwie als schwächer Wahrgenommenen, ist für Kinder und Erwachsene an Schule ein wichtiges und präsentes Thema. Für Kinder im Grundschulalter liegen zur Zeit zwar keine konkreten Daten vor aber eine im Jahr 2018 durchgeführte Studie zeigt, dass 20% der befragten 15-jährigen Schüler*innen von häufigen Mobbingerfahrungen berichten. Beleidigen und Beschimpfen, Treten und Schlagen, Lügen verbreiten – das sind dabei die Methoden des Mobbings.
Mit Smartphone, frei zugänglichem Internet und Messengerdiensten haben sich die Möglichkeiten von Mobbing erweitert um das Thema Cybermobbing.
Von Mobbing Betroffene leiden häufig noch im Erwachsenenalter an den Erfahrungen, die sie gemacht haben. Als Kind ist man diesen Handlungen zumeist noch schutzloser ausgeliefert. Über die unmittelbar am Mobbing Beteiligten und vom Mobbing Betroffenen hinaus gibt es die noch größere Zahl derer, die dies täglich beobachten. Sie haben Angst vor Gewalt und Ausgrenzung in der Klasse und auf dem Schulhof oder fürchten sich auf dem Schulweg davor, in unangenehme Situationen zu geraten.
Gibt es eine Lösung? Bestimmt keine einfache… Vielmehr ist es wohl ein Weg, den im besten Fall alle an Schule gemeinsam gehen. Auf diesem Weg gilt es, lösungsorientierte und positive Ideen zu entwickeln und eine Haltung, in der Kinder geschützt und Gemeinschaften unterstützt werden. Ein erprobtes Mittel ist der No-Blame-Ansatz, der auch von den Mitarbeiter*innen der Schulsozialarbeit in Mobbingsituationen angewandt wird.